CREATIVE GUIDES

DIY-Duo durch und durch

Lesen Sie die Geschichte von einem echten DIY-DUO hier

Datum: 29.09.20
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Treffen Sie eine echtes DIY-DUO, das über Erfahrungen mit Renovierungen von Gutshof Obdrupsgaard erzählt. Starten Sie eigene DIY-Projekte mit STOFF & STIL

5 Fragen an Josefine und Michael vom Gutshof Obdrupgård

Auf dem malerischen Djursland liegt der Gutshof Obdrupgård aus dem Jahr 1925 mit den bunten Räumen, die Sie in diesem Ideenbuch sehen. Der Hof gehört dem Ehepaar Josefine und Michael Gørup Jacobsen. Vor drei Jahren hat das Duo sein 150 qm großes, selbst renoviertes Stadthaus gegen das 802 qm große Herrenhaus eingetauscht. Mit dem Traum, den Hof komplett zu renovieren, um selbst dort wohnen und eine Basis für Familie und Freunde haben zu können, machte sich das Paar an das Projekt, bei dem beide ihre eigene Rolle haben. Michael, 36, ist der Schreiner im Projekt, der auch eine eigene Bau- und Montagefirma hat – Josefine, 29 und gelernte Friseurin, ist Selfmade-Maurerin und für die Verwaltung in Michaels Firma zuständig. Demnächst sind sie mit den beiden unteren Etagen des Hofes fertig, die oberste steht noch aus. Wir haben das ausdauernde Duo gefragt, was sie an ihrem großen DIY-Projekt motiviert.

WIE HATTET IHR DEN MUT, EUCH AN EIN SO GROSSES PROJEKT ZU WAGEN?

Josefine: „Wir wollten etwas Größeres draußen auf dem Land und waren auch bereit, viel selbst zu machen. Ich habe mich mehr spaßeshalber an den Makler gewendet, am Ende waren wir unter Hunderten in der engsten Auswahl und durften den Hof besichtigen. Sehr schnell wurde uns klar, dass wir nur einmal im Leben die Chance haben würden, ein solches Haus zu bekommen.“

Michael: „Und wir waren begeistert vom Baustil und von dem Potenzial, das der Hof hat. Er lag da einfach wie ein Geschenk und wartete darauf, ausgepackt zu werden. Hier können wir auch großzügig sein, ohne ständig daran denken zu müssen, dass alles praktisch sein muss – auf der obersten Etage planen wir beispielsweise ein Jagdzimmer, ein Zeichenstudio und ein Schlafzimmer auf 100 qm.“

WELCHEN VORTEIL HAT ES, ALLES SELBST ZU MACHEN?

Josefine: „Wir können es genauso haben, wie wir es wollen, ohne Kompromisse machen zu müssen. Vieles, was wir gemacht haben, hat keiner von uns jemals vorher probiert, aber wir tasten uns Schritt für Schritt vor, und oft gelingt es am Ende.“

Michael: „Wir sind auch einfach ein richtig gutes Team. Wir greifen Ideen voneinander auf, und es macht uns Spaß, an den Projekten zu arbeiten, sonst würde es nicht gehen.“

WELCHE KREATIVEN FÄHIGKEITEN BRINGT IHR MIT?

Michael: „Josefine hat ein super Auge für Farben, Einrichtung und Zusammenhänge. Sie traut sich auch, mit Farben zu experimentieren, wo ich zu konservativ bin. Außerdem ist sie gut darin, mich ein wenig zu bremsen, wenn ich zu viele Effekte in ein Zimmer bringen möchte. Wir wählen dann stattdessen gemeinsam die wichtigsten Dinge aus.“

Josefine: „Michael ist ein supererfahrener und kreativer Schreiner. Günstige Lösungen sehen bei ihm exklusiv aus. Ich habe zwar oft Ideen im Kopf, aber er hat die konkreten Lösungsvorschläge, und dann ist es genau das, was ich mir vorgestellt habe.“

AN WELCHEN PROJEKTEN ARBEITET IHR ZURZEIT?

Josefine: „Im Moment arbeitet Michael am Festsaal und am Weinkeller, ich arbeite an der kleinen Orangerie.“

Michael: „Und dann haben wir eine Liste mit vielen kleinen Sachen, die wir auf den beiden unteren Etagen erledigen müssen, bevor wir die oberste bauen.“

HABT IHR EINEN TIPP FÜR ALLE, DIE GROSSE DIY-PROJEKTE VERWIRKLICHEN MÖCHTEN?

Michael: „Man sollte sich nicht von der Gesamtgröße des Projekts einschüchtern lassen. Am besten ist, das Projekt in viele kleine Schritte zu unterteilen und Stück für Stück vorzugehen. Dann kommt man ins Ziel, ohne unterwegs die Orientierung zu verlieren.“

Josefine: „Ja, und man sollte den Prozess gut planen, und sich immer über das freuen, was man schon geschafft hat, und keine Angst haben, sich an etwas Neues zu wagen. Auch wenn man nicht vom Fach ist, kann man sehr viel machen.“

Michael: „Genau. Und man muss sich erlauben, nicht hundertprozentig perfekt zu sein. Man sollte Leute um Rat fragen, denen man vertraut und sich DIY-Videos im Internet ansehen – es gibt viele tolle Möglichkeiten dort.“